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Psychotische Störungen

Der Begriff Psychose wird vereinfachend oft mit Schizophrenie gleichgesetzt. Das ist nicht ganz korrekt. Psychose bezeichnet eine Veränderung bzw. Beeinträchtigung der Wahrnehmung, des Fühlens, Denkens und Handelns, die in der Regel von einem gestörten Realitätsbezug begleitet ist. Psychotische Phänomene können bei vielen psychiatrischen Erkrankungen wie schizophrenen Spektrumsstörungen, affektiven Störungen, deliranten Syndromen und neuropsychiatrischen Störungen, aber auch oft als pseudopsychotische Symptome bei posttraumatischen Belastungsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen auftreten. Beispiele für psychotische Symptome stellen Halluzinationen und Wahnerleben dar. Die Entstehung wird durch Stoffwechselstörungen in unterschiedlichen Strukturen und Netzwerken des Gehirns erklärt. Manche Drogen sind in der Lage, psychotische Zustände auszulösen.

Um die psychotischen Symptome gezielt behandeln zu können, müssen sie diagnostisch einer psychiatrischen bzw. neuropsychiatrischen Grunderkrankung zugeordnet werden. Daher ist eine differenzierte Diagnostik unerlässlich.

Liegt eine schizophrene Spektrumsstörung vor, wirkt sich eine frühzeitige medikamentöse antipsychotische Behandlung prognostisch günstig aus.

Eine Psychose stellt immer einen akuten psychiatrischen Notfall dar, der medikamentös behandelt werden muss, um langfristige Gehirnveränderungen, die sich prognostisch ungünstig auswirken können, zu vermeiden.