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Demenz

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungen des Gehirnes, die in der Regel im höheren Lebensalter auftreten. Es gibt auch demenzielle Erkrankungen, die bereits im mittleren Lebensalter beginnen können.

Demenzen haben unterschiedliche Ursachen und könnnen verschiedene Symptome hervorrufen. Man unterscheidet mehrere Formen der Demenz. Die häufigste Form ist die Alzheimer Demenz, bei der es auf dem Boden genetischer Faktoren im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren durch Veränderungen des Stoffwechsels zu Gedächtnisstörungen, Desorientierung und Verhaltensstörungen kommen kann.

Ihr Beginn ist üblicherweise langsam und gelegentlich von depressiver Symptomatik als Vorbote begleitet. Die zweithäufigste Demenzform ist die vaskuläre Demenz, die aufgrund von Gefäßveränderungen häufig als Folge von zu hohem Blutdruck oder/und Fettstoffwechselstörungen entsteht. Auch sie ist durch Gedächtnisstörungen, Orientierungs- und Verhaltensstörungen gekennzeichnet, ihr Beginn ist meist plötzlich. Weitere Formen der Demenz sind die fronto-temporale Demenz, die nach der Lokalisation der Störung im Gehirn benannt ist sowie die Lewy-Body-Demenz, die nach ihrem Entdecker und bestimmten Zellteilen, die durch veränderte Stoffwechselprozesse im Gehirn entstehen, benannt ist.

Eine besondere Form der Demenz stellt die sog. Parkinsondemenz dar, die mit der Parkinsonkrankheit vergesellschaftet ist.

Demenzielle Erkrankungen betreffen in der Regel auch die Angehörigen eines erkrankten Menschen. Seit über zwei Jahren bietet unsere gerontopsychiatrische Abteilung deshalb eine offene Angehörigengruppe an, die neben Informationen über die Erkrankung auch Beratung und Austausch mit anderen Betroffenen bietet.