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Das "Eichberger Modell"

Sibylle C. Roll und Martina Hahn

Erstmalig deutschlandweit wird in der Klinik Eichberg eine Apothekerin und klinische Pharmazeutin als festangestellte Mitarbeiterin im Klinikteam beschäftigt. Prof. Dr. Martina Hahn arbeitet Hand in Hand mit den Ärzten und Ärztinnen der Klinik als pharmazeutische Beraterin. Sie überprüft die Medikamentenliste aller neu aufgenommenen Patienten, berät die Ärzte in Bezug auf Wechselwirkungen, überprüft die Wirksamkeit (und das Eintreten von Nebenwirkungen) der Medikamente anhand der Serumspiegel im Blut und nimmt an den Visiten teil. Darüber hinaus berät sie die Patienten zu Vor-und Nachteilen einzelner Medikamente, so dass für jeden Patienten das optimale Medikament gefunden werden kann. Neben der Arbeit in der Klinik ist sie auch in den drei Ambulanzen und der Tagesklinik der Vitos Klinik Eichberg tätig. Neben Visiten im Altenheim, Hausbesuchen und Beratung der ärztlichen Kollegen hat sie auch eine Patienten-Sprechstunde. Dort können Patienten ihre Probleme mit der Einnahme, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen besprechen und sich zu alternativen medikamentösen Therapiemöglichkeiten informieren.

In ihrer Funktion in der Klinik hat Martina Hahn auch Lehraufträge an der Universität Frankfurt und der University of Florida und bringt jungen Kollegen bei, wie ein Apotheker die Arzneimittelsicherheit im Krankenhaus noch erhöhen kann. Mit ihrem pharmazeutischen Wissen entlastet sie die Ärzte bei der oft langwierigen Recherche in Bezug auf Verträglichkeiten und Wechselwirkungen. Die Vernetzung mit Hausärzten und anderen Fachärzten ist ihr dabei besonders wichtig, da Wechselwirkungen häufig gerade zwischen den psychiatrischen und internistischen Medikamenten auftreten können. 

Martina Hahn und Klinikchefin Prof. Dr. Sibylle C. Roll berichten regelmäßig auf europaweiten Tagungen und Kongressen über das Eichberger Modell.

 

Das Eichberger Modell im Hessischen Ärzteblatt

Der Artikel ist im Hessischen Ärzteblatt 09/2017 erschienen:
https://www.laekh.de/aerzte/hessisches-aerzteblatt/aktueller-jahrgang/september-2017