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Forensikbeiratssitzung bei Vitos Rheingau: Neuer Beirat konstituiert sich – mit „alten“ neuen Vorsitzenden

06.10.2017

Bei Vitos Rheingau tagte am 5. Oktober der Forensikbeirat des Unternehmens. Er kam zu seiner 26. - konstituierenden - Sitzung zusammen. Da es sich um ein kommunales Gremium handelt, war die Neukonstituierung nach der Kommunalwahl im letzten Jahr notwendig geworden. Auf der Tagesordnung stand damit auch die Neuwahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters. Patrick Kunkel und Winfried Steinmacher, die Bürgermeister der Gemeinden Eltville und Kiedrich, wurden in diesen Funktionen einstimmig bestätigt.

Begrüßt wurden sie und die weiteren Mitglieder des Forensikbeirats von Servet Dag, der sich damit auch in dieser Runde als Geschäftsführer von Vitos Rheingau vorstellte. „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit diesem, für das Vertrauen der Öffentlichkeit in unsere Arbeit so wichtigen Gremium“, so seine Botschaft an die Anwesenden.

Zentraler Tagesordnungspunkt war auch in dieser Sitzung der Bericht des Ärztlichen Direktors der Klinik für forensische Psychiatrie Eltville, Walter Schmidbauer. Zurzeit seien 56 Maßregelvollzugspatienten in der Klinik, ein Patient sei in einem, jeder regulären Entlassung vorangehenden, Urlaub. „Wir hatten seit der letzten Sitzung des Forensikbeirats fünf reguläre Entlassungen, also Entlassungen, die von uns befürwortet wurden und langfristig geplant werden konnten“, berichtete Walter Schmidbauer. „Daneben gab es auch zwei Entlassungen wegen fehlender Verhältnismäßigkeit“. Alle entlassenen Patienten seien von der Klinik in Wohneinrichtungen an verschiedenen Standorten Hessens untergebracht worden.

„Seit einigen Jahren gibt es eine erhöhte Bereitschaft von Seiten der Gerichtsbarkeit, eine aus juristischer Sicht unverhältnismäßig lange Verweildauer im Maßregelvollzug zu beenden. Dieser Haltung verdanken die beiden Patienten ihre Entlassung“, erläuterte der Ärztliche Direktor. „Wir forensischen Psychiater sind darüber nicht immer glücklich, aber die trotz dieser Entlassungen nach wie extrem geringe Rückfallquote aller aus dem hessischen Maßregelvollzug entlassenen Patienten gibt uns bisher keinen Grund zu übertriebener Besorgnis.“

Ein Patient, der nach einem genehmigten Freigang Mitte Dezember nicht zurück in die Klinik kam, sondern bei seiner Familie untertauchte, stellte sich auf deren Drängen im Januar der Polizei. Fahndung und Information der zuständigen Gremien und Behörden waren unverzüglich in die Wege geleitet worden.

Die Sitzung war insgesamt geprägt von dem in nunmehr über 17 Jahren gewachsenen Vertrauen in die transparente Informationspolitik von Vitos Rheingau gegenüber der Öffentlichkeit in diesem besonders sensiblen psychiatrischen Bereich.