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Petra Müller-Klepper übernimmt Schirmherrschaft für Spendenprojekt bei Vitos Rheingau: Unterstützung für die Schaffung von „Spielräumen“ für psychisch kranke junge Menschen

30.11.2017

Vitos Rheingau hat die Landtagsabgeordnete für den Rheingau, Schlangenbad und Bad Schwalbach, Petra Müller-Klepper, als Schirmherrin für das Spendenprojekt „Spielräume“ gewonnen. Mithilfe von Spendengeldern soll das Bewegungsangebot für die Patienten der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik Rheinhöhe deutlich erweitert werden.

Denn Bewegung und Sport als positive Einflussfaktoren auf die menschliche Psyche gewinnen zunehmend an Bedeutung. Als Landtagsabgeordnete engagiert sich Petra Müller-Klepper schon lange für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Region.

„Mich überzeugt das Konzept, den Patienten verschiedenste Bewegungsmöglichkeiten zu bieten, die sie außerhalb der Behandlung und vor allem ohne Anleitung oder Begleitung durch das Klinikpersonal nutzen können“, begründet Petra Müller-Klepper ihr Engagement. „Die therapeutische Arbeit in der Klinik soll die Kinder und Jugendlichen psychisch stabilisieren, ihnen Selbstwert und Selbstvertrauen vermitteln. Diese Eigenschaften können sie durch selbstbestimmte Beschäftigung in dem geplanten Bewegungspark erproben und festigen.“

Die Klinik verfügt bereits über verschiedene Bewegungsangebote, unter anderem einen Hochseilgarten und eine Kletterwand. Dort ist der Sport immer eingebunden in ein therapeutisches Konzept und findet, schon aus Sicherheitsgründen, nie ohne die Anleitung ausgebildeter Mitarbeiter statt. „Unsere Patienten brauchen beides“, erklärt Servet Dag, Geschäftsführer von Vitos Rheingau. „Im Hochseilgarten erleben sie, dass sie es nicht ohne wechselseitige Unterstützung schaffen und bekommen die hier unverzichtbare Sicherung durch die sie begleitenden Trainer; im zukünftigen Bewegungspark sollen sie sich autonom und selbstbestimmt erleben können – und diese Mischung hilft ihnen dabei, gesunde, psychisch stabile Erwachsene zu werden. Von daher sind wir der Vertreterin unseres Heimatkreises im Hessischen Landtag, Frau Müller-Klepper, aufrichtig dankbar, dass sie unser Spendenvorhaben durch ihre Schirmherrschaft unterstützt“.

Die medizinische Forschung hat sich des Zusammenhangs zwischen körperlicher Bewegung und psychischer Gesundheit in den letzten Jahren verstärkt angenommen. Regelmäßiger Sport hat nachweislich Effekte auf die Hirnfunktion, besonders gut belegt ist für Kinder und Jugendliche die positive Wirkung bei depressiven Symptomen, aber auch bei ADHS, der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung mit der derzeit wohl größten öffentlichen Wahrnehmung.

„Bewegung hat einen weit höheren Nutzen, als man lange angenommen hat“, betont Klinikdirektorin Dr. Doris Mallmann. Die Fachärztin und Diplom-Psychologin führt insbesondere Stressreduktion, Spannungsabbau und eine verbesserte Selbstwahrnehmung, ein positives Körpergefühl, an. „Sport und Bewegung sind in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eine feste therapeutische Größe – jetzt geht es uns darum, die Lust auf Bewegung in Eigenregie zu stärken. Wenn unsere Patienten die Erfahrung mit nach Hause nehmen, dass Bewegung gut tut und die Laune hebt, ist viel gewonnen – und sie haben ein Mittel zur Selbstheilung in der Hand, das ihnen dauerhaft nutzen kann.“

Um das zu erreichen, muss körperliche Bewegung aber vor allem eines: sie muss den jungen Menschen Spaß machen. Deshalb haben geplante Elemente wie Balanceparcours und Kletterlandschaft (genau wie das bereits realisierte Bodentrampolin) auch einen spielerischen Charakter.

Fundraiserin Beate Schöffel hofft auf großzügige Spenden für die „Spielräume“, denn für solche außerhalb der Therapien genutzten Geräte mit einem geschätzten Anschaffungsvolumen von rund 80.000 Euro (inklusive Einbaukosten) hat die Klinik keinen Etat. Wichtig sind sie dennoch und, so Beate Schöffel: „Spendenprojekte, die der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zugutekommen, sind immer auch eine Investition in unser aller Zukunft.“ Für Auskünfte und weitere Informationen steht die Fundraiserin unter beate.schoeffel(at)vitos-rheingau.de gern zur Verfügung.

Wer das Projekt „Spielräume“ unterstützen möchte, spendet an Vitos Rheingau gemeinnützige GmbH, Bank für Sozialwirtschaft, BIC BFSWDE33MNZ; IBAN DE61 5502 0500 0008 6509 00. Stichwort „Spielräume“.